Freitag, 15. November 2013

Waldorfpuppe- Teil 1 der Körper

Eigentlich, ja eigentlich hätte ich nicht gedacht das ich es mal versuche...
FräuleinSchnittchen besitzt zwei wundervolle Waldorfpuppen, die ich leider nicht selbstgenäht habe, sondern einmal mit viel Herzblut ausgesucht habe und beim zweiten Mal bin ich von der Puppe, als Oma ausgesucht wurden. Und mit zwei Puppenkindern finde ich hat man genügend zu tun.
Nun ist es aber so, dass ich in einer wunderbar inspirierenden Facebook Waldorfgruppe bin und dort seit einiger Zeit ein reger Austausch über das Puppenmachen stattfindet und als ich so durch meinen örtlichen Stoffladen geschlendert bin, sprang mich hinterhältig von der Seite ein traumhafter dunkelbrauner Trikotstoff an...
Da habe ich mich an meine Lieblingspuppe erinnert, die ich mich sehr gewünscht hatte und was soll ich sagen- Ja, ich tue es...es entsteht eine Puppe zu Weihnachten.
 
 
1. Material: Puppentrikot (für eine 30cm Puppe 30cm...), Nähgarn in der passenden, Farbe, extra starkes Leinenband zum Abbinden des Kopfes, Schafwolle (c. 350gr), Stickgarn für die Augen und den Mund, Wachsblöckchen in rot, Schneiderkreide, Stecknadeln, Jerseynadeln, Schneiderschere, Puppennadel, Eßstäbchen zum Stopfen, Wolle für die Haare (ich suche noch...), Schnittmuster (meines ist aus dem Buch von Karin Neuschütz)...Liebe und Geduld.
 
 
2. Schnittmuster auf die gewünschte Größe vergrößern, ausschneiden, auf dem Stoff feststecken und 1mal ausschneiden. Aus Erfahrung würde ich vorschlagen die Teile nur einfach auszuschneiden und dann auf ein größeres Stück Trikot zu stecken, damit man beim nähen der Teile etwas mehr "Rand" zum führen des Stoffes hat.
 
 
3. Nun das Trikot rechts auf rechts zusammennähen. Meine großartige 60er Jahre Gritzner näht prima Jersey mit Jerseynadel kleiner Stichauswahl und mit versenkten Transport für die kleinen Kurven. Wenn man mit meinen Tipp, ausgeschnittenes/unausgeschnittenes Trikot gearbeitet hat, wir nach dem Nähen alles noch einmal zugeschnitten (Ich hoffe ihr wisst, was ich meine...).
 
 
4.Bitte wenden...
 
 
geschafft!
 
 
5. Um den Körper zu füllen benutzte ich ein zur Röhre gedrehtes Stück Pappe, damit leiert der Rand, durch das ständige dehnen beim Stopfen, nicht aus. Zuerst formen ich für die Füße zwei festgewickelte Kugeln, dann fülle ich den Rest der Beine mit gezupfter Wolle aus. Die Puppe sollte fest gestopft sein, damit sie in Form bleibt und gut anziehbar ist. Zwischendurch immer mal wieder kontrollieren ob die Beine gleich werden, Dellen lassen sich durch kräftiges Rollen entschärfen. Sind die Beine gefüllt, nähe ich zwei Bögen, um die "Oberschenkel" nach oben zu begrenzen, außerdem entstehen so bewegliche Beine. Der Bauch wir wieder zuerst mit einer großen, festen Kugel gefüllt, dann wird daherum gezupfte Wolle verteilt. Bei den Armen, achte ich besonders zuerst auf die Daumen, dann fülle ich die Fäustchen, wie die Füße mit einer Wollkugel, danach bis ca. 2/3 füllen, mit einer Stecknadel die Wolle sichern, dann beide Arme (beide Daumen zeigen in die gleiche Richtung) an de offenen Kante zusammennähen.
 
 
6. Der Körper ist nun fertig, eine Sicherheitsnadel zeigt mit die Vorderseite an. Nächste Woche folgt der Kopf.
 
 
 
 
 

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